Stimmen: Michelle Marie Wallace

Michelle Marie Wallace ist eine in San Francisco lebende Autorin, die sich in ihren fiktionalen wie nicht-fiktionalen Texten mit Themen wie Grenzen und Genesung beschäftigt. Ich hatte die Chance, sie gleich zweimal auf meiner Reise zu treffen: In San Francisco, wo sie die Borderlands Lectura mitorganisierte, und in Ciudad de México, wo sie 2016/17 für 13 Monate lebte. Lest eine ihrer Kurzgeschichten hier und einen Artikel über ihre Erfahrungen während des Erdbebens in Ciudad de México im September 2017 hier. Stimmen: Michelle Marie Wallace weiterlesen

Tijuana: Nicht schön, aber fruchtbar

Die Straßenbahn von San Diego nach Tijuana ist auch mitten am Tag gut gefüllt. Die Fahrt durch die trockene, staubige Landschaft dauert etwa zwanzig Minuten, bevor wir am Grenzübergang für Fußgänger ankommen. Die meisten Passagiere gehen direkt zur Passkontrolle, während ich in einer Wechselstube amerikanische Dollar in mexikanische Pesos umtauschen lasse. In der Halle des zweckmäßigen grauen Gebäudes wird die Schlange für US und mexikanische Staatsbürger/innen schnell kürzer. Für andere Nationalitäten dauert der Prozess etwas länger. Nach dreißig Minuten trete ich in Mexiko wieder ins Licht der Sonne. Tijuana: Nicht schön, aber fruchtbar weiterlesen