Buchkultur in Oaxaca de Juárez

Oaxaca, Mexikos fünftgrößter Staat, befindet sich im Südosten des Landes. Er ist nicht nur für seine Größe, sondern auch für seine ethnische Vielfalt bekannt: Mehr als 50 % der Bevölkerung bezeichnen sich als indigen. Fünfzehn verschiedene Gruppen, zu denen auch die Zapoteken und Mixteken gehören, werden von der mexikanischen Regierung anerkannt, aber es gibt viele weitere ohne offiziellen Status. Buchkultur in Oaxaca de Juárez weiterlesen

Literarische Denkmäler in Ciudad de México

Lange Spaziergänge durch Parque Chapultepec und veganes Mittagessen in der Cafeteria eines Hare-Krishna-Tempels – die Erinnerungen an meinen ersten Besuch in Ciudad de México 2014 erwecken einen entspannten Eindruck. Bei meiner Rückkehr ist das anders. Mit 9 Millionen Bewohner/innen im Stadtgebiet und 20.4 Millionen im Umland ist Ciudad de México die einwohnerreichste Stadt Nordamerikas. Der Bus braucht beinahe drei Stunden von den ersten Vororten bis zum Terminal Central del Norte. Nicht nur die Größe der Stadt, auch die Sprache verursacht mehr Probleme als erwartet. Ohne eine/n Mitreisende/n mit guten Spanischkenntnissen sind selbst einfache Alltagshandlungen schwierig und anstrengend. Doch dank Freund/innen und anderen Schriftsteller/innen gestaltet sich mein Aufenthalt trotzdem sehr schön. Literarische Denkmäler in Ciudad de México weiterlesen

Valeria Luiselli: Die Geschichte meiner Zähne

Diese Besprechung basiert auf der englischen Ausgabe des Buchs (The Story of My Teeth, Coffee House Press, 2014).

Gustavo Sánchez Sánchez, auch bekannt als Highway, ist nach eigenen Angaben nicht nur der beste Auktionator der Welt, sondern auch der stolze Besitzer einer großen Sammlung erlesener Memorabilien. Jedes einzelne hat eine Geschichte, die ihm unschätzbaren Wert verleiht. Das wichtigste Stück hat er immer bei sich – statt seiner eigenen trägt er die Zähne Marilyn Monroes. Valeria Luiselli: Die Geschichte meiner Zähne weiterlesen

Tijuana: Nicht schön, aber fruchtbar

Die Straßenbahn von San Diego nach Tijuana ist auch mitten am Tag gut gefüllt. Die Fahrt durch die trockene, staubige Landschaft dauert etwa zwanzig Minuten, bevor wir am Grenzübergang für Fußgänger ankommen. Die meisten Passagiere gehen direkt zur Passkontrolle, während ich in einer Wechselstube amerikanische Dollar in mexikanische Pesos umtauschen lasse. In der Halle des zweckmäßigen grauen Gebäudes wird die Schlange für US und mexikanische Staatsbürger/innen schnell kürzer. Für andere Nationalitäten dauert der Prozess etwas länger. Nach dreißig Minuten trete ich in Mexiko wieder ins Licht der Sonne. Tijuana: Nicht schön, aber fruchtbar weiterlesen

Héctor Tobar: In den Häusern der Barbaren

Nach einem üblen Streit über ihre Ausgaben verlassen Scott Torres und Maureen Thompson getrennt ihr Zuhause in den Laguna Rancho Estates. Keiner von beiden informiert ihre Haushälterin Araceli Ramírez, die sich unfreiwillig in der Rolle der Nanny für die beiden Söhne wiederfindet. Drei Tage und einige Missverständnisse später droht Araceli die Deportation, Héctor Tobar: In den Häusern der Barbaren weiterlesen

Bücher, Boxen und Burritos in San Francisco

Irgendwann während der siebzehnstündigen Zugfahrt von Portland nach San Francisco werden die satten Wälder des pazifischen Nordwestens zu den mit gelb-grünen Wiesen und Büschen bewachsenen Hügeln, die die Bay Area umgeben. Die Veränderung der Landschaft fällt mit einer Veränderung der Kultur zusammen. Bücher, Boxen und Burritos in San Francisco weiterlesen

Brian Doyle: Mink River

Dieses Buch ist leider bisher nicht auf Deutsch erhältlich.

Brian Doyles Belletristik-Debüt Mink River (Oregon State University Press, 2010) spielt in Neawanaka, einem kleinen, fiktionalen Dorf in der Mitte der Küste Oregons, dessen indigene Anfänge ungefähr 5000 Jahre zurückreichen. Brian Doyle: Mink River weiterlesen